1. Île de La Réunion

Aurelie, Juliette Dodu und der Piton des Neiges

 

Der Himmel über Dubai ...

... ist mal wieder voll. Voll mit Flugzeugen, die alle um Punkt ein Uhr dreißig nachts landen wollen. Folglich lässt die Landeerlaubnis auf sich warten und wir kreisen – kreisen – kreisen. Nach einer guten halben Stunde geht’s es dann doch hinunter und wir landen auf einem pitschnassen Flugfeld. Es hat gerade geregnet! IN DUBAI! Ich glaub’ mein Kamel pfeift! Unsere mitreisenden Einheimischen, die schon mal ihr gestreiftes langes Nachthemd angezogen haben, staunen.

 

Pünktlich um vier Uhr morgens geht es dann weiter mit dem A380 nach Mauritius. Vom fast Sieben-Stunden-Flug ist nicht viel zu berichten. Fast alle pennen. Nur der Sitznachbar meiner besseren Hälfte auf der anderen Gangseite versucht sturztrunken, sein ausgestrecktes Bein zwischen den Beinen der Stewardess Paula zu verkeilen. Sie kann ihn aber abwehren, und dann ist nur noch ein Röcheln zu hören. Ab und zu schreckt er aus seinem Suff hoch und schnauft wie ein  verdurstendes Rhinozeros.

 

Dann hängen wir über vier Stunden auf Sir Seewoosagur Ramgoolan International ab. Das ist der Flughafen von Mauritius. Der Anschlussflug nach La Réunion schließt gerade das Gate. Den hätten wir wohl noch geschafft, aber unser Gepäck nicht. So landen wir nach einem Flug von einer Dreiviertelstunde mit einer kleinen Propeller-Maschine erst um kurz nach vier auf Roland Garros, dem Flughafen auf der Île de la Réunion und sind, mitten im Indischen Ozean, wieder in der EU. La Réunion ist französisches Überseedepartement und man bezahlt folgerichtig mit dem Euro.

 

Meine Frau wartet bei der Autovermietung und Aurelie ist beglückt mich zu sehen. Sie ist vom Fremdenverkehrsverband und hat alles vorbereitet. Sie tauscht unsere deutschen Vouchers für alle Hotels und den Mietwagen um in einheimische. Aurelie spricht ein bisschen Deutsch, ein bisschen Englisch und ganz viel Französisch, also parlieren wir ein bisschen Deutsch, ein bisschen Französisch und ganz viel Englisch und Iso wundert sich, wo ich abbleibe. Doch irgendwann sind alle Formalitäten erledigt, das Auto übernommen und wir brettern in Juliette Dodus Garage in der Hauptstadt Saint-Denis. Die sehr französisch-elegant gekleidete Madame heißt gar nicht so – es ist der Name des kleinen Hotels, weil es in der Rue Juliette Dodu liegt – aber sie begrüßt uns mit einem strahlenden Lächeln, wie übrigens später fast alle Reunionnaises. Nach einem leckeren französisch-kreolischen Dinner, einer Nacht, in der wir wie Tote schlafen, und einem Sonnenaufgang über den Dächern der Hauptstadt schwitzen wir uns bei dreißig Grad im Schatten durch die einzige Fußgängerzone des Ortes und bestaunen die farbenfroh gekleideten Eingeborenen.

Gegen Mittag fahren wir dann an der Ostküste Richtung Süden und kurz darauf, nach einem Abstecher zu einer Vanille-Plantage, westwärts in die Berge. Die Straße führt parallel zum Fluss in einem tiefen Einschnitt in das vulkanische Innere der Insel. Links und rechts stürzt das Wasser hunderte von Metern tief ins Tal, in einem Fall sogar auf die Straße. Man fährt durch den Wasservorhang hindurch. Das liegt wohl daran, dass die Regenzeit noch nicht ganz zu ende ist.

 

Unser Ziel ist Hell-Bourg, ein kleiner Ort am Rande des Cirque de Salazie, einem eingestürzten Riesenkrater. Es gibt drei solcher tiefen Täler, die zum Teil nicht einmal mit dem Auto zu erreichen sind. Neben dem Cirque de Salazie noch den Cirque de Mafate und den Cirque de Cilaos. Von den beiden großen Vulkanen ist nur noch der 2.632 Meter hohe Piton de la Fournaise aktiv. Der letzte heftige Ausbruch war vor einem halben Jahr. Der ältere Vulkan, der Piton des Neiges, war einst über 4.000 Meter hoch. Dann fiel er durch Einsturz und Erosion auf schlappe 3.071 Meter zusammen.

 

Nun, in Hell-Bourg, dicht beim Piton des Neiges, sind wir in einer schnuckeligen Unterkunft untergebracht, außerhalb des Ortes im Regenwald gelegen. Vom Piton des Neiges sehen wir bei unserer Ankunft am frühen Nachmittag überhaupt nichts. Regelmäßig am späten Vormittag bilden sich an den Hängen Wolken, die der feuchte Süd-Ost-Passat von Indischen Ozean an den Bergen entstehen lässt. Die umliegenden hohen Bergspitzen sind allesamt wolkenverhüllt.

Auf zur ersten Wanderung! Wir wollen es ganz langsam angehen lassen, wir sind ja nicht mehr die Jüngsten. Der »Sentier les Trois Cascades« ist unser, drei Wasserfälle sollen zu sehen sein. Hin und zurück zwei Kilometer, Dauer 1,5 Stunden. Letzteres hätte uns stutzig werden lassen. Der Reiseführer versprach eine leichte Wanderung mit einigen steilen Passagen. Doch gleich am Anfang geht es steil bergauf, noch auf einem befestigten Weg, wo sogar am Rand hier und da ein Allradfahrzeug herumsteht, »normale« PKWs würden die Steigung nicht schaffen. Es wohnen Menschen dort am Hang. Dann hört der Weg auf und man muss noch steiler bergauf über Felsblöcke und Baumwurzeln klettern. Nach zirka 20 Minuten läuft mir der Schweiß nicht nur auf die Brille sondern brennt in den Augen. Als wir nach weiteren fünf Minuten immer noch kein Wasserrauschen hören, sind wir, in Vorfreude auf den Muskelkater in den Waden am kommenden Morgen, dann doch lieber umgekehrt. Soviel zu leichten Wanderungen mit einigen steilen Passagen auf La Réunion bei angenehmen Temperaturen von 28 Grad.

So gut wie das typisch französisch-kreolische Essen am Abend war, so schlecht ist das Frühstück. Zu dem von Ulli so geliebten leckeren Baguette gibt es zwar recht ordentlichen Käse und Gummischinken. Aber die Kaffeemaschine funktioniert erst einmal nicht. Als Madame dann an den Innereien herumgefummelt hat, kommt zwar Kaffee und auch etwas, das man mit großem Wohlwollen als Milch bezeichnen kann, und vermischt sich zu einem grauenvollen Gesöff, das die größenwahnsinnige Maschine auf ihrem Display als Cappuccino bezeichnet.

 

Dann kurven wir wieder, vorbei an den vielen Wasserfällen, zurück zur Ostküste, da in Hell-Bourg die Straße endet. In den Cirque de Salazie führt nur eine Straße hinein und wieder heraus. Etwas weiter südlich ist dann die einzige Möglichkeit, durch die Berge quer über die Insel an die Westküste zu kommen. Die zweite Möglichkeit führt ganz im Süden auf der Küstenstraße neben noch heißen Lavafeldern um den Vulkan herum.

 

Also, hoch in die Berge! Auf 20 Kilometern von 0 auf 1.600 Höhenmeter, da keuchen alle vier Zylinder. In Bourg-Murat, dort wo vor Hundertausenden von Jahren die beiden Vulkane zusammengewachsen waren, lädt das Maison du Volcan den Besucher ein, sich zu langweilen. War nicht so toll, bis auf ein paar Bilder vom großen Ausbruch von 2007 und dem von 2015.

 

Unsere nächste Herberge ist »voller Nigger« bzw. »voll die Kaffern«. Halt! Bevor mich einer des Rassismus beschuldigt, sei gesagt: Der Ort heißt wirklich so: Pleine des Cafres. Soll angeblich so’n Bösewicht von Sklavenhändler gesagt haben, als er den Ort erreichte und feststellte, dass sich in dieser abgelegenen Einöde hunderte von geflohenen Sklaven versteckt hatten. Und die kleine Ortschaft heißt heute noch so. Die Reunionnaises sehen das nicht so eng. Die Nachfahren der aus Afrika eingeschleppten Sklaven nennen sich sogar selbst immer noch Cafres, und das ist nicht negativ besetzt. C´est la vie!

In Plaine des Cafres erleben wir von unserer Terrasse aus einen traumhaften Sonnenuntergang neben den wolkenverhangenen Spitzen des Piton des Neiges und seiner Nachbarkrater.

 

Vulkane im Nebel

 

Heute wollten wir die Vulkantour machen. Wir sind extra früh aufgestanden, denn am späten Vormittag beginnen die Wolken die Wipfel zu verhüllen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Es nieselt! Nur gelegentlich reißt die Wolkendecke auf und gibt den Blick auf das Bergmassiv im Nordwesten frei. Der Wetterbericht sagt für die nächsten Tage immer wieder Regen voraus, jedenfalls in den Bergen. Und da sind wir noch drei Tage, bevor es am Montag an die Westküste gehen soll.

 

Dann reißt die Wolkendecke auf und wir sehen einen Zentimeter blauen Himmels. Also fahren wir los. Vielleicht reißt ja auch während der Fahrt die Wolkendecke ein bisschen auf? Tut sie nicht! Wir kriechen in Serpentinen immer höher bis auf 2.300 Meter. Teile des alten Lavafeldes tauchen links und rechts der Straße auf. Die Sicht beträgt gerade mal gut 50 Meter. Dann geht es in engsten Serpentinen über die Abbruchkante 80 Meter hinunter in die Caldera. Der Straßenasphalt geht in roten Sandboden über. Diese Mondlandschaft war noch vor 65.000 Jahren der zweite Gipfel des Piton de la Fournaise, bis er mehrmals in sich zusammenbrach und immer wieder von unten durch Risse mit Lava aufgefüllt wurde.

 

Wir kehren um, denn die Piste im alten Krater ist voller Schlaglöcher und man sieht sowieso kaum etwas. Auf der Fahrt zurück haben wir Glück. An einem Aussichtspunkt reißt die Wolkendecke auf und wir schauen in eine bis zu 1.000 Meter tiefe Schlucht. Unten ist eine Ansammlung kleiner Häuser zu sehen und das Geröllfeld eines Flusses. Es gibt keine Straßen.

 

Später blicken wir dann von einem 1.388 Meter hoch gelegenen Aussichtspunkt 750 Meter tief in die Schlucht des Flusses Bras de la Plaine und auf den Weiler Grand-Bassin. Auch dort unten gibt es keine Straßen, nicht einmal eine Helikopteranbindung. Einziger Zugang ist ein Wanderweg, der sich am steilen Hang in Serpentinen nach unten schlängelt. Geübte Wanderer benötigen für den Abstieg zwei und wieder hinauf drei Stunden. Wir klassifizieren uns als nicht geübte Wanderer ein und verzichten auf den Abstieg, zumal kurz darauf Tal und Ortschaft wieder in den Wolken verschwinden. Die Dorfbewohner sind Selbstversorger und verkaufen einen Teil ihrer Erzeugnisse oben im Ort Bois-Court. Sie müssen also ihre Waren ebenfalls die Felswand hoch schleppen.

 

Leider bleiben auch unser Hotel und alle herumlaufenden Gafres den ganzen Tag in den Wolken, sodass wir den Nachmittag mit Faulenzen verbringen.

Der nächste Morgen beschert uns von unserer Terrasse einen umwerfenden Blick auf den Dreitausender. Die Spitze des Piton des Neiges schaut aus den Wolken heraus. Oberhalb von etwa 1.500 Meter ist stahlblauer Himmel. Pleine de Gafres liegt auf 1.600 m. Wir haben beide den gleichen Gedanken: Wir machen die Vulkantour noch einmal. Um halb neun sind sogar die Wolken am Berg verschwunden, nur weiter unten, Richtung Meer, wabert es noch weiß.

Die Fahrt hinauf auf 2.300 Meter haut uns um. Ein Ausblick ist schöner als der andere. An jeden Aussichtspunkt halten wir an, bestaunen die alten Lavaformationen und Farben. Der Blick von Kraterrand auf die Mondlandschaft der Caldera ist unglaublich. Wir trauen uns sogar, die gut fünf Kilometer mit tiefen Löchern übersäte Buckelpiste im Schritttempo zu durchschaukeln. Die Piste führt auf der anderen Seite aus der Ebene zwischen zwei der jüngeren Krater des Fournaise hindurch und endet an einem Parkplatz. Von einem Aussichtspunkt auf 2.319 Metern Höhe schauen wir auf die mit 4.700 Jahren jüngste, 107 Quadratkilometer große Caldera des Piton de la Fournaise, die Enclos Fouqué, in deren Mitte sich nach dem Einsturz neue Vulkankegel erheben. Der größte und immer wieder ausbrechende ist der Cratère Dolomieu, zuletzt sprengte der Ausbruch von 2007 ein 360 Meter tiefes Loch in den Krater. Für die Besteigung dieses Kraters benötigt man mindestens fünf Stunden (hin und zurück), daher reichte uns der Anblick vom Rand der Caldera.

Unser nächstes Tagesziel ist der Cirque de Cilaos, der zweite der drei eingestürzten Riesenkrater. Von St. Louis an der Südwestküste geht es die kurvenreiche Panoramastraße hoch in den Kessel. Diese Straße ist der absolute Härtetest. Sie ist stellenweise so schmal, dass keine zwei Fahrzeuge aneinander vorbeikommen und etliche der Haarnadelkurven sind nur im ersten Gang zu bewältigen. Auch die drei Straßentunnel sind nur einspurig. Man fährt mit lautem Hupen hinein, damit am anderen Ende keiner auf die Idee kommt, ebenfalls herein zu brettern.

 

Während in St. Louis Meer und Himmel im Blau miteinander wetteiferten, hängen über dem Talkessel wieder dicke Wolken und es ist höchstens 20 Grad warm.

 

Dann verschwinden auf einmal fast alle Wolken und wir schauen von unserem Balkon auf einen Wasserfall in der gegenüber liegenden Wand und darüber erhebt sich wieder majestätisch der Piton des Neiges.

Der nächste Morgen gibt wieder mächtig mit knallblauem Himmel an, sodass wir den Rundumblick auf die steilen Hänge und zerklüfteten Bergmassive haben. Wir fahren ein Stück in den Hang. Von dort soll man einen tollen Blick auf den gesamten Talkessel haben – und geraten in eine Wolkenwand. Die Wolken fallen schneller in den Talkessel als man denken kann. Also entschließen wir uns zur Wanderung hinab zu den Cascades de Bras-Rouge. Der Reiseführer faselt von zweieinhalb Stunden hin und zurück. Hin geht es endlos in Stufen und über Steine bergab und auf wackeligen Steinen durch einen Fluss hindurch. Mit, vor und hinter uns klettern Familien mit kleinen Kindern, teils hinten auf dem Rücken, bergab. Am Fluss werden zuerst mit Hilfe aller Anwesenden die Kinder hinübergereicht, anschließend wird den Alten – also uns – die sichernde Hand hingestreckt, nachdem Fotoapparat und Rucksack schon das andere Ufer erreicht haben. Viel Palaver auf Französisch, doch auch eine deutsche Familie aus Leipzig ist dabei.

Nach eineinhalb Stunden, mit immer wieder traumhaften Ausblicken durch den Dschungel ins Hunderte von Metern tiefe Tal, erreichen wir den oberen Teil der Fälle. Hier sammelt sich das Wasser in einem Becken, bevor es bergab schießt. Einige Mutige klettern ein Stück bergab. Den Zurückbleibenden wird schon vom Zusehen schwindelig und die halbwüchsigen Kinder springen von den Felsen in das Becken. Wir Alten kühlen uns die heiß gelaufenen Füße.

Nach einer halbstündigen Verschnaufpause geht auf es den beschwerlichen Rückweg, ständig bergauf über Stock und Stein. Nach gut zwei Stunden erreichen wir beide völlig erschöpft den Einstieg in den Pfad. Alles, was südlich der Hüfte weh tun kann, tut weh. Aber es war traumhaft.

 

Am Morgen erhebt sich eine strahlende Sonne über den hohen Kraterwänden. Der Blick auf die umliegenden Hänge ist gewaltig. Wir würden gern an jeder Serpentine anhalten und Fotos machen, aber die Straße lässt dazu keinen Platz. Wir kurven auf der Panoramastraße zurück zur Westküste.

Wir haben den heutigen Tag zum JIC proklamiert, zum »Jour International des Cascades«. Nun, profane Menschen nennen ihn simpel Ostermontag. Unsere Wegbegleiter von gestern aus Leipzig hatten uns von zwei sehenswerten Wasserfällen berichtet und Bilder gezeigt.

 

 Es geht mal wieder von der Westküste entlang eines Flusses in die Berge. Es sieht so aus, als sei unser JIC hier ein JIP, ein »Jour International de Pique-Nique«. Zwischen Straße und Fluss tummeln sich hunderte einheimischer Familien und qualmen grillmäßig die Gegend voll. Touri-Autos quälen sich einen Weg durch die Menschenmassen. Dann ist Schluss vor einer schmalen Brücke. Man schaut irritiert auf ein rotes Schild mit weißem Balken. Durchfahrt verboten! Doch mein dürftiges Französisch reicht immerhin aus, um zu verstehen, dass die Durchfahrt nur nachts gesperrt ist. Also brettere ich mit lautem Rattern über die schmale Brücke und alle, der französischen Zunge nicht mächtigen Touris hinterher. Im ersten Gang klettern wir über engste Serpentinen aufwärts und werden mit einem traumhaften Anblick auf die Cascades Trou Noir – Die Fälle des schwarzen Lochs – und die Cascades de Grand-Galet belohnt. Letztere ergießen sich über mehrere Kaskaden in ein türkis-schwarz schimmerndes Bassin. Auf halber Höhe steht auf einen winzigen Felsvorsprung inmitten der herabstürzenden Wassermassen ein kleine Gruppe Kletterer. Sie haben sich von ganz oben – so bergsteigermäßig – abgeseilt. Die spinnen, die Réunionnaises.

Sonne, Sand und noch mehr Meer

 

Es geht zurück an die Westküste zu unserer letzten Bleibe auf La Réunion: La Saline-les-Bains. Die Temperatur ist inzwischen auf 32 Grad Celsius angestiegen.

 

 Der erste Strandtag.

 

Wir blicken nach Südwesten aufs Meer. Etwa 100 Meter vorm Strand brechen sich die Wellen des Indischen Ozeans am vorgelagerten Riff. Davor ist das Wasser völlig ruhig und warm, wie in einer Badewanne. In dieser Badewanne schwimmen jedoch jede Menge bunter Fische, was in einer »normalen« Badewanne eher unüblich ist, wenn man vom Quietsche-Entchen einmal absieht, welches ja biologisch eher nicht den Fischen zugeordnet wird.

 

Über dem Meer ist der Himmel wolkenlos, aber in den Bergen im Nordosten hinter uns hängen schwarze Wolken, die sich alle jedoch rechtzeitig auflösen bevor sie die Küste erreichen. Allerdings ist auch die Sonne meist hinter diesen Wolken. Sie hat leider die blöde Angewohnheit, sich um die Mittagszeit im Norden zu befinden und nicht, wie es sich für eine anständige europäische Sonne gehört, im Süden. Aber es ist um die dreißig Grad warm und gut auszuhalten.

 

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